Rasen richtig
pflegen

Rasenpflege

Ein gesunder Rasen braucht optimale Pflege

Schwab Rollrasen ist vital und strapazierfähig. Damit er in Ihrem Garten gesund bleibt, düngen, mähen und gießen Sie ihn regelmäßig. Und vertikutieren Sie nicht! – Wir erklären Ihnen, warum.

Hier unser Düngeprogramm zum Download.

Informieren Sie sich auch über unsere Rasenpflege-App.

Ein gesunder Rasen braucht optimale Pflege

Schwab Rollrasen ist vital und strapazierfähig. Damit er in Ihrem Garten gesund bleibt, düngen, mähen und gießen Sie ihn regelmäßig. Und vertikutieren Sie nicht! – Wir erklären Ihnen, warum.

Hier unser Düngeprogramm zum Download.

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Düngen 

Nach unserer Erfahrung hängen 90 Prozent aller Rasenprobleme direkt oder indirekt mit unzureichendem Düngen zusammen. 

Häufigkeit

Für einen perfekten Rasen sollten Sie die Fläche vier bis fünf mal im Jahr düngen. Ansonsten verliert er seine Vitalität und bildet sich zurück. Er erhält zu wenig Nährstoffe und Unkraut kann sich leichter ausbreiten. 
Ihr Rasen verbraucht alles, was Sie ihm geben. Er ist ein Nitratvernichter! Also keine Sorge: Er gibt davon nichts ins Grundwasser ab. 

Besondere Pflege im Frühjahr und Herbst 

Für die Pflege im Frühjahr und Herbst empfehlen wir Ihnen, zusätzlich zum Dünger den Schwab Bodenstarter auszubringen. Er aktiviert die Eigendynamik des Bodens und gleicht den pH-Wert aus. Der Schwab Bodenstarter ist rein biologisch auf Gesteinsmehl-Basis hergestellt.

Zur Düngerkunde

Gießen

Gießen Sie Ihren Rasen regelmäßig – auch während des Tages.

Häufigkeit

In der Regel braucht der Rasen nur einmal pro Woche Wasser: 15–20 Liter pro m². Das entspricht einem kräftigen Gewitterschauer.

Pause zwischen der Beregnung

Lassen Sie den Rasen abtrocknen, bevor Sie ihn erneut gießen. Ansonsten können sich unschöne Pilze bilden. Wenn Sie eine Beregnungsanlage haben, lassen Sie sie statt täglich lieber ein- bis zweimal pro Woche mit entsprechender Menge laufen. Prüfen Sie die Wassermenge ganz einfach mit einem Regenmesser.

Je nach Rasensorte und Standort ändert sich auch die Menge der notwendigen Bewässerung. Unser Hitze- und Trockenrasen kommt mit weniger Wasser aus (möchte aber eine Düngergabe mehr im Jahr), Wildblumen und Kräuterrasen müssen kaum bewässert werden.

Gießen bei Hitze und Sonne

Bei Temperaturen um die 30 Grad benötigt der Rasen mehr Wasser. Hier können Sie auch täglich beziehungsweise mehrfach täglich wässern. Der sogenannte „Brennglas-Effekt“ ist übrigens Unsinn. Sie können Ihren Rasen auch während des Tages bewässern.

Mähen

Je öfter Sie mähen, desto schöner ist Ihr Garten.

Häufigkeit

Ein regelmäßiger Schnitt hilft, Ihren Rasen dicht und widerstandsfähig zu machen. Häufiges Mähen ist auch das Schönheitsgeheimnis des „Englischen Rasens“: Er wird drei bis vier Mal pro Woche gemäht.
Ihren Garten sollten Sie mindestens einmal pro Woche mähen. Lassen Sie das Mähgut nicht auf dem Rasen liegen! Mähen Sie zweimal in der Woche, dann wird Ihren Rasen deutlicher schöner.
Extensive Flächen kommen auch mit weniger Mähen aus: Unsere Wildblumenwiesen müssen nur zwei bis drei Mal pro Jahr gemäht werden.

Schnitthöhe

Schneiden Sie den Rasen nicht kürzer als 3,0 cm. Ideal ist eine Schnitthöhe von ca. 3 - 5 cm.

Scharfe Messer mähen besser

Grauschleier auf dem Rasen ist ein Zeichen dafür, dass die Messer des Mähers geschliffen werden müssen. Schleifen Sie die Rasenmähermesser immer nur von einer Seite: Die schräge Seite muss immer oben sein, die flache Seite unten.

Vertikutieren im Hausgarten schadet dem Rasen!

Viele Gartenbesitzer wollen Ihrem Rasen etwas Gutes tun und vertikutieren ihn. Damit erreichen Sie aber genau das Gegenteil: Vertikutieren schadet dem Rasen mehr als es nützt! Deshalb empfehlen wir: „Finger weg vom Vertikutierer im Privatgarten“.

Vertikutieren entfernt Rasenfilz

Beim Vertikutieren wird durch vertikales Schlitzen der Grasnarbe Rasenfilz entfernt. Das ist insbesondere für Sportrasen wichtig, damit er belastbar bleibt. Die Wasserdurchlässigkeit ist hier das höchste Ziel – Hobbygärtner wünschen sich dagegen einen schönen Rasen. Doch den erhalten Sie nicht durch das Entfernen von Rasenfilz.

Häufig ist auch nicht Rasenfilz das Problem im Garten, sondern Moos. Doch Moos und Rasenfilz haben nichts miteinander zu tun. Moos ist ein Zeichen für Stickstoffmangel: Es entsteht auf zu wenig gedüngten und nährstoffarmen Böden.

Falsch: Moos kommt von Schatten und feuchten Boden

Moose entstehen meist im Kronenbereich von Bäumen oder in der Nähe von Hecken. In diesen Bereichen werden Nährstoffe von den flachen Wurzeln der Bäume und Sträucher schnell verbraucht. Es besteht dort ein erhöhter Bedarf an Dünger. Im Schatten wird organischer Dünger aber schlechter umgesetzt. Dies ist zwar nicht ursächlich, kommt aber erschwerend hinzu.

Wird ausreichend gedüngt, tritt Moos nicht auf.
Wenn Stickstoff auf den Boden kommt, verschwindet das Moos.

Was passiert, wenn eine vermooste Rasenfläche vertikutiert wird?

Je öfter vertikutiert wird, desto stärker wird die Grasnarbe verletzt. Unkraut entsteht und der Rasen wird unansehnlich: Die Rasenpflanzen, die ohnehin schon gestresst und hungrig sind, werden durch das Vertikutieren verletzt. Blätter und Wurzeln werden dabei zerstört. Außerdem entstehen im Frühjahr geradezu „Landebahnen für Unkrautsamen“ auf diesen Flächen.

Weshalb Fußball- und Golfplätze regelmäßig vertikutiert werden

Bei Sportrasen steht die Qualität der Grasnarbe nicht an erster Stelle: Am wichtigsten ist ein Rasen, der bei jedem Wetter bespielbar ist.

Um diese hohe Belastbarkeit und eine maximale Wasserdurchlässigkeit bei möglichst guter Scherfestigkeit zu erreichen, muss die Rasentragschicht – also die Schicht, in der Rasen wächst – zum größten Teil aus Sand bestehen. In der Regel ist so eine Rasentragschicht heute aus 90 Prozent Sand und 10 Prozent sandigem Oberboden zusammengesetzt. Dieser Boden ist mager, pflanzenfeindlich und ohne jedes Bodenleben. Dafür ist er maximal wasserdurchlässig.

Durch liegengebliebenes Mähgut entsteht Rasenfilz. Da Bodenorganismen fehlen, baut sich der natürliche Filz nicht ab und muss entfernt werden. Durch das Bespielen der Rasenfläche mit Stollen werden grüne Gräser in den Boden gestampft und zum Teil anaerob zersetzt. Das kann einen harten, wasserabweisenden Filz verursachen, der die Wasserdurchlässigkeit behindert.

Deshalb ist der Rasenfilz im professionellen Bereich schlecht und unerwünscht und muss unbedingt entfernt werden. Das bedeutet jedoch auch, dass die Grasnarbe verletzt wird.

Um Sportrasen kümmern sich Profis. Sie wissen, dass die Maßnahme aus vier Arbeitsschritten besteht: Vertikutieren, Besanden, Nachsäen und Düngen. Beim Vertikutieren wird Filz entfernt. Das Besanden erhöht die Wasserdurchlässigkeit und verdünnt den verbleibenden Filz. Durch das Nachsäen wird die beschädigte Grasnarbe wieder geschlossen. Die übrigen Gräser werden beim Düngen gestärkt.

Düngerkunde

Dünger muss man in der Zusammensetzung und der Wirkungsweise unterscheiden. Wir geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Düngersorten.

Wieso sollte man seinen Rasen düngen?

Der Rasen benötigt Nährstoffe, um vital zu bleiben. Hat er zu wenig, dann bildet er sich zurück und Unkraut kann sich breit machen. Wir empfehlen Ihnen, den Rasen viermal im Jahr zu düngen. Allerdings ist die Menge und Häufigkeit des Düngens auch abhängig von der Variante des Rasens. Manche benötigen viele Nährstoffe, andere kommen mit wenigen Nährstoffen aus.

Welche Dünger gibt es?

In der Regel unterscheidet man drei Typen von Dünger: organischer Dünger, organisch-mineralischer Dünger und rein mineralischer Dünger. Ihre Zusammensetzung ist immer auf dem Etikett angegeben. Die Deklaration bezieht sich auf die Hauptnährstoffe N-P-K (Stickstoff, Phosphor; Kali) sowie Zusatzstoffe wie Mg (Magnesium), S (Schwefel) oder Eisen (FE).

Wie und wo wird organischer Dünger verwendet?

Organische Dünger wirken nach etwa vier bis sechs Monaten und geben ihre Nährstoffe langsam ab, da die Grundprodukte erst durch die Bodenorganismen umgesetzt werden müssen. Rein organischer Dünger besteht zum Beispiel aus Treber, Melasse, Knochenmehl, sterilisiertem Hühnerdung oder Hornspänen. Die Dauer der Wirkung beträgt bis zu einem Jahr.

Als Grunddüngung wird er vor allem im Bereich der Beete und im Bereich der Wurzeln neu gepflanzter Bäume, Sträucher und Stauden eingesetzt. Rasenflächen, die rein organisch gedüngt werden, sind in den meisten Fällen latent hungrig und nährstoffarm. Das führt zur Moosbildung.

Wofür eignet sich rein mineralischer Dünger?

Möglicherweise kennen Sie Blaukorn. Er ist der bekannteste mineralische Dünger und wirkt besonders schnell: Nach zwei bis fünf Tagen sehen Sie erste Erfolge, doch die Wirkung ist schon nach zwei bis drei Wochen wieder vorbei. Dieser Dünger ist sehr schnell löslich, kann aber bei Überdosierung zu Verbrennungen in der Rasenfläche führen. Die Wirkung ist sehr schnell, aber auch sehr kurz. Deshalb setzt man ihn hauptsächlich da ein, wo eine extrem schnelle Verbesserung der Grasnarbe innerhalb kurzer Zeit erwünscht ist.

Welche Vorteile bietet organisch-mineralischer Dünger?

Organisch-mineralischer Dünger wirkt sehr schnell durch den mineralischen Anteil, der sofort verfügbar ist. Danach setzt die Wirkung der organischen Bestandteile ein sorgt für eine Langzeitwirkung, die in der Regel acht bis zwölf Wochen beträgt.

Organischer-mineralischer Dünger bietet viele Vorteile: Er ist einfach in der Anwendung, Verbrennungen sind kaum möglich, er wirkt zuverlässig, schnell und hat einen gute Langzeitkomponente. Durch die mitgelieferte Organik wird das Bodenleben anregt. Das sorgt nachhaltig für fruchtbare Böden.

Unsere Empfehlung:

Als nahezu perfekt für fast alle Ansprüche hat sich der organisch-mineralische Dünger herausgestellt. Durch ihn ist ein ganz gezieltes Düngen möglich. Den Erfolg sieht man sofort und dennoch hält die Wirkung relativ lange an. Mit vier Düngegaben pro Jahr erhalten Sie einen schönen Rasen und verbessern mit jeder Düngung die Bodenbiologie nachhaltig. Die Vitalität des Bodens ist besonders wichtig bei neu bearbeiteten Böden, bei Bodendurchmischungen und neu aufgefüllten Böden, deren Herkunft unbekannt ist. Auch Böden, die aus dem Gleichgewicht gebracht wurden oder traumatisiert sind, zählen dazu.

Wie hoch sollte der pH-Wert des Bodens sein?

Der pH-Wert des Bodens für Rasen sollte zwischen 6,8 und 7,2 liegen, gemessen in der Grasnarbe.

Wie bringt man gestressten Boden wieder ins Gleichgewicht?

Liegt der pH-Wert unter 6,8, hilft eine „Kalkung“, beziehungsweise der Einsatz des Schwab Bodenstarters. Er bringt gestresste Böden wieder ins Gleichgewicht. Außerdem enthält er Stickstoff sammelnde Bakterien, sowie Mycorrhiza Pilzkulturen, was den Boden nachhaltig verbessert. Ist der pH-Wert zu hoch, ist eine Düngung die Abhilfe, denn der Dünger senkt den pH-Wert. Ohne Dünger bekommt der Rasen keine Nährstoffe. Würde man allerdings immer nur Dünger ausbringen, dann sinkt der pH-Wert immer weiter, was das Rasenwachstum mindert. Wir empfehlen deshalb, im Frühjahr und Herbst zusätzlich den Schwab Bodenstarter auszubringen.