Öffentliches Grün

Tipp fürs Frühjahr: Vertikutieren schadet Ihrem Rasen!

 Der Winter hinterlässt oft unschöne Spuren im Rasen. Wir zeigen Gartenbesitzern, wie sie den Rasen fit für den Frühling bekommen. 

Haben sich über den Winter hässliche, braune Flecken – z.B. Schneeschimmel oder so genannte Hexenringe im Rasen gebildet, greifen viele Rasenbesitzer im Frühjahr zum Vertikutiergerät, um diese zu entfernen. Doch Vorsicht: Entgegen der weitverbreiteten, aber fälschlichen Meinung schadet das Vertikutieren dem Rasen weit mehr, als es ihm nutzt.

„Vertikutieren verletzt nicht nur die z.B. vom Schneeschimmel bereits geschwächten Gräser, sondern schafft insbesondere im Frühjahr regelrechte Landebahnen für Unkrautsamen, die sich anstelle des Rasens ausbreiten – der Rasen wird also immer unansehnlicher“, weiß Günther Schwab, Geschäftsführer der Schwab Rollrasen GmbH.

Lesen Sie auch: Was tun gegen Schneeschimmel? 

Düngen statt vertikutieren!

Flecken im Rasen sind – ebenso wie moosige und braune Stellen daher kein Fall für das Vertikutiergerät, sondern ein Zeichen für Nährstoffmangel in Boden. Meist bilden sich solche Stellen zuerst unter Hecken und Bäumen, wo die Baumwurzeln mehr Nährstoffe verbrauchen und sie damit dem Rasen entziehen. Richtiges Düngen gleicht diesen Nährstoffmangel im Boden wieder aus. Ein paar Wochen nach der ersten kräftigen Düngung im Frühjahr verschwinden die unliebsamen Flecken also von ganz allein. Bei Schneeschimmel empfiehlt der Rasenprofi, den Boden der befallenen Stellen vor der Düngung zusätzlich mit einem Laubrechen leicht aufzurauen.

Lesen Sie auch: Wieso auch Profis nicht mit Monaten mit “R” vertikutieren!

Sie wollen wissen, wann der beste Zeitpunkt zum Düngen ist? Dann nutzen Sie unsere praktische Mondkalender-App!

17. März 2017 Kommentare anzeigen/verstecken

Hinterlasse einen Kommentar